10. Aug 2020


Olaf Scholz hat Kanzlerformat

Vizekanzler Olaf Scholz soll Deutschland als Bundeskanzler in die Zukunft führen. Auf Vorschlag der beiden SPD-Parteivorsitzenden nominierten Präsidium und Parteivorstand ihn am Montag einstimmig zum Kanzlerkandidaten der SPD für die Bundestagswahl 2021. „Ich freue mich über die Nominierung – und ich will gewinnen!“, sagte Scholz.

Die Nominierung sei „etwas ganz Besonderes und eine große Verpflichtung“, sagte Scholz bei einer Pressekonferenz in Berlin. Zuvor unterstrichen die Parteivorsitzenden die gemeinsamen Ziele und die besonderen Stärken des Kanzlerkandidaten. „Wir wissen, dass er mit uns die Vision einer gerechten Gesellschaft teilt und dass er verlässlich teamfähig ist“, so Saskia Esken. Zudem sei Scholz ein erfolgreicher Krisenmanager, er habe Erfahrung und ein „festes sozialdemokratisches Fundament“, ergänzte Norbert Walter-Borjans. „Er ist unser Kandidat. Wir sind ein Team!“

Zur Nominierung erklärt der Generalsekretär der SPD Brandenburg, Erik Stohn: „Ich freue mich auf den Wahlkampf. Olaf Scholz hat die Ruhe, die Kraft und die Erfahrung, das Land gut nach vorn zu bringen. Er hat in den letzten Monaten der Corona-Pandemie einmal mehr gezeigt, dass er weiß, worauf es ankommt. Er hat dem Land die Impulse verschafft, die es braucht, um gut aus dem wirtschaftlichen Tal zu kommen. Olaf Scholz hat Format, Kanzlerformat!“

Olaf Scholz
Foto: Dominik Butzmann

Olaf Scholz sieht unser Land zu Beginn der 20er Jahre des 21. Jahrhunderts vor wichtigen Weichenstellungen, die bestimmen werden, ob wir in eine gute Zukunft gehen. „Es beginnt eine neue Ära in Deutschland und Europa.“ Im nächsten Jahrzehnt gehe es darum, wie man „die Zukunft dieses Landes, die Zukunft Europas hinbekommt.“ Dafür brauche es einen Plan. Und es gehe um Respekt.

So skizzierte er auch die inhaltlichen Schwerpunkte, die in den Mittelpunkt rücken werden: Respekt, ein Zukunftsprogramm und Europa.

Wenn die Corona-Krise vorbei sei, dürfe „nicht alles vergessen sein“ – die „Helden der Corona-Krise“ benötigten mehr Anerkennung durch eine bessere Bezahlung und bessere Arbeitsrechte. „Es ist meine feste Überzeugung, dass derjenige, der mehr verdient, nicht mehr Respekt verdient.“ Es handle sich um eine Frage „der kulturellen Auseinandersetzung“: „Wir sind nicht bei denjenigen, die sich für etwas Besseres halten.“

Der SPD-Kanzlerkandidat will zudem mutige Schritte zur Rettung des Klimas gehen. Auch ein technologischer Aufbruch sei nötig, unter anderem mit Erneuerbaren Energien und einer Vorreiterrolle bei digitalen Technologien. Sein Ziel: Ein Land, das auch in Zukunft wirtschaftlich erfolgreich ist mit Arbeitsplätzen, von denen die Menschen gut leben können. Und zwar mit unseren Freunden und Nachbarn in einem starken und sozialen Europa. Denn: „Europa, das ist die Zukunft für unser Land.“

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