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SPD trauert um leidenschaftlichen Demokraten

Seit 25 Jahren prägen starke Persönlichkeiten die Brandenburger Sozialdemokratie. Seit 25 Jahren vertrauen die Brandenburgerinnen und Brandenburger der regierenden SPD. Zu diesem Erfolg hat das politische Wirken von Klaus Ness maßgeblich beigetragen. Am 17. Dezember ist er viel zu früh im Alter von nur 53 Jahren verstorben. Die Sozialdemokratische Partei Deutschlands trauert um Klaus Ness.

Ministerpräsident Dietmar Woidke zeigte sich tief bestürzt: „Ich habe einen guten Freund und langjährigen politischen Weggefährten verloren“, erklärte Woidke. „Mit Ness verliert Brandenburg einen großen Demokraten, „der Politik nicht als Selbstzweck sah, sondern als Arbeit zum Nutzen der Menschen“. In jedem Gespräch mit Klaus Ness sei deutlich geworden, „dass ihm der Ausgleich zwischen den verschiedenen gesellschaftlichen Gruppen – ganz in der Tradition von Regine Hildebrandt – ein besonderes Anliegen war.“

Einer der großen Parteistrategen unserer Generation

„Die deutsche Sozialdemokratie hat Klaus Ness unglaublich viel zu verdanken“, erklärte der Bundesvorsitzender der SPD, Sigmar Gabriel. Der Aufbau der Brandenburger SPD und der gesamten ostdeutschen Sozialdemokratie nach dem Fall der Mauer sei untrennbar mit Ness‘ politischem Lebenswerk als Landesgeschäftsführer und später als Generalsekretär der SPD Brandenburg sowie als Vorsitzender der SPD-Fraktion im Brandenburger Landtag verbunden. „Auf seine große politische Tatkraft und sein strategisches Geschick ist die Erfolgsgeschichte der märkischen SPD als „Brandenburg-Partei“ maßgeblich zurückzuführen.“ Klaus Ness habe ein Leben für die Sozialdemokratie „mit einer bewundernswerten Unbedingtheit“ gelebt, die er auch in seiner Zeit als Abteilungsleiter im Willy-Brandt-Haus unter Beweis gestellt habe. „Er war einer der ganz großen Parteistrategen unserer Generation.“

Bereits im jungen Alter von 15 Jahren trat Klaus Ness der SPD bei. Kurz nach der deutschen Wiedervereinigung zog es den Niedersachsen nach Brandenburg. Er arbeitete zunächst für den SPD-Landesverband als Referent und Geschäftsführer, später als Generalsekretär. Zuletzt war er Vorsitzender der SPD-Fraktion im brandenburgischen Landtag. Sein Einsatz für soziale Gerechtigkeit, für den Aufstieg durch Bildung unabhängig vom Geldbeutel der Eltern und gegen Rechtsextremismus hat das Land Brandenburg maßgeblich geprägt.

Klaus Ness, ein leidenschaftlicher Demokrat

Klaus Ness war ein leidenschaftlicher Demokrat, der keiner Auseinandersetzung für unsere freiheitlich demokratische Grundordnung und für die Freiheit der Meinung aus dem Weg gegangen ist. Er war sich sicher, dass Demokratie und Freiheit jeden Tag aufs Neue erkämpft und verteidigt werden müssen. Besonders geschätzt wurde Klaus Ness für seine meinungs- und durchsetzungsstarke Persönlichkeit. Wenn er von einer Sache oder einem Kurs überzeugt war, hatte er stets einen Plan, den er umzusetzen versuchte. Dabei ging es allerdings auch in der eigenen Partei nicht immer reibungslos zu.

Mit Klaus Ness ist ein wichtiger Vordenker viel zu früh von uns gegangen. Strategisches Denken und seine Fähigkeiten der politischen Analyse waren seine großen Stärken. Klaus Ness wird der Sozialdemokratie in Brandenburg und in Deutschland fehlen. Unsere Gedanken sind bei seiner Familie.

Foto: Oliver Lang

 

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